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rette lebensmittel - Mundgerecht Magazin

moehre mundkomp

Rette Leben(smittel)!

Auf der Welt werden jährlich 1,3 Milliarden Tonnen Lebensmittel verschwendet, mit anderen Worten: einfach entsorgt.

Im Kontrast dazu leiden etwa 840 Milliarden Menschen Hunger.

Du kannst helfen diesen Wahnsinn zu stoppen – indem du dich informierst und versuchst, dein Leben ein wenig nachhaltiger zu gestalten. Denn auch ein kleiner Einkauf oder ein kleingedrucktes Datum auf einer Verpackung haben wesentlichen Einfluss darauf, ob die Menge der verschwendeten Lebensmittel weiter wächst.

Oftmals landen Nahrungsmittel unangebrochen im Müll, weil der Begriff „Mindesthaltbarkeitsdatum“ falsch verstanden wird.

 

Es besteht nämlich hartnäckig ein Irrtum:

Das Mindesthaltbarkeitsdatum gibt an, wann ein Lebensmittel in die Tonne gehört.

 

Das ist falsch! Das Mindesthaltbarkeitsdatum (MHD) gibt lediglich an, bis zu welchem Zeitpunkt ein Lebensmittel garantiert Farbe, Konsistenz und Geschmack behält. Nach Ablauf dieses Datums ist es keinesfalls direkt schlecht und muss entsorgt werden!

Das MHD darf nicht mit dem Verfallsdatum verwechselt werden, denn dieses gibt tatsächlich an, wann ein Lebensmittel nicht mehr verwendet werden darf.Die Kennzeichnung „zu verbrauchen bis...“ muss wirklich ernst genommen und das Lebensmittel nach Überschreitung dieses Datums weggeworfen werden.

Grundsätzlich aber sollte man seinen eigenen Sinnen vertrauen und am Produkt riechen, es sich genau ansehen. Wenn kein unangenehmer Geruch vom Lebensmittel ausgeht und nach eingehender Betrachtung auch kein Schimmel zu sehen ist, sollte alles in Ordnung sein.

Diese genaue vorherige Prüfung vor der Entsorgung ist wirklich sinnvoll, denn:

 

Jeder Deutsche wirft im Jahr etwa 82 Tonnen, zum Teil genießbare Lebensmittel weg, was einem Wert von 235€ entspricht.

 

Das hat neben dem Irrtum um das Mindesthaltbarkeitsdatum noch verschiedene andere Gründe.

Personen, die schnell „zwischendurch mal“ einkaufen gehen, haben ihren Einkauf meistens nicht wirklich geplant und wissen dementsprechend nicht genau, was sie tatsächlich brauchen.

Dinge werden gekauft, die überhaupt keine Verwendung haben, dann verderben und ungenutzt in der Tonne landen.

Ebenfalls oft verantwortlich für einen zu großen Einkauf sind Sonderangebote. Sie verleiten einen dazu, nicht nur die eine benötigte Packung von etwas zu kaufen, sondern gleich mehrere. Besonders verlockend sind da natürlich Angebote wie „Kauf 2, zahl' 1“ oder „Kaufe drei und bekomme noch eins gratis“, auf die viele Leute hereinfallen.

 

Die richtige Lagerung von Lebensmitteln ist wesentlich, um Abfall zu reduzieren

 

Auch durch die nach dem Einkauf häufig falsche Lagerung von Lebensmitteln entsteht zusätzlicher Abfall, der vermieden werden könnte.

So legen viele Menschen Obst und Gemüse in den Kühlschrank, dabei gehören einige Sorten dort gar nicht hin.

Während in Deutschland heimische Sorten wie Kohl, Brokkoli oder Rhabarber keine Probleme mit der Kälte im Kühlschrank haben, sind südländische Gemüse- und Obstsorten dort nicht so gut aufgehoben. Paprika, Tomaten und Zucchini sollten deshalb bei Zimmertemperatur aufbewahrt werden.

Tomaten reifen sogar nach der Ernte noch weiter und geben dabei ein Gas ab, das andere frische Sorten schneller verderben lässt.

Deshalb sollte man sie getrennt von anderen Früchten und Gemüsen lagern, um zu vermeiden, dass zusätzlicher Abfall durch zu schnell nicht mehr verwendbares Gemüse entsteht.

Wenn man also anfängt, in seinem Alltag bewusster mit seinem Kaufverhalten und Nahrungsmitteln umzugehen, kann man eine Menge Müll und Geld sparen. So schont man schon durch kleine Umstellungen nicht nur sein Portemonnaie, sondern auch die Umwelt und damit letztendlich sein eigenes Leben.

 

von Friederike Koerdt 13-12-2015

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